Zur Entstehung des modernen Minderheitenschutzes in Europa: by Peter Pernthaler (auth.), Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan, Dr.

By Peter Pernthaler (auth.), Univ.-Prof. Dr. Christoph Pan, Dr. Beate Sibylle Pfeil (eds.)

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Der Einzelne und sein Staat

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Biotechnologie-Kommunikation: Kontroversen, Analysen, Aktivitäten

Seit vier Jahrzehnten gibt es Kontroversen und Kommunikationsmaßnahmen zur Grünen Gentechnik und anderen Feldern der Biotechnologie. Dieser Sammelband trägt dazu Analysen der Erfahrungen in kommunikations- und sozialwissenschaftlicher sowie historischer Perspektive zusammen. Im Rahmen eines Projekts von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften wurden daraus Empfehlungen abgeleitet, wie Biotechnologie künftig sachgerecht, ausgewogen und urteilsunterstützend kommuniziert werden kann.

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1. Die machtpolitischen Hintergründe Am „Balkan“84 – das ist die ungenaue Kurzbezeichnung für die Balkanhalbinsel in Südosteuropa – prallten im 19. Jahrhundert – die Interessengegensätze der europäischen Großmächte aufeinander, die unterschiedliche geopolitische Zielsetzungen für das entstehende Machtvakuum auf dem Gebiet des zusammenbrechenden Osmanischen Reiches („der kranke Mann am Bosporus“) verfolgten: Russland betrachtete die Meerenge der Dardanellen und Konstantinopel als „die Schlüssel seines Hauses“ und Zugang zum Mittelmeer; England und Frankreich suchten dies wegen ihrer Interessen in Afrika und im Nahen Osten mit allen Mitteln zu verhindern; Österreich-Ungarn hatte am Balkan nicht nur außenpolitische Interessen, sondern musste wegen des fragilen innenpolitischen Gleichgewichts im Vielvölkerstaat das Aufkommen einer starken slawischen Regionalmacht in seiner Nachbarschaft befürchten; das neue Deutschland manipulierte die Gegensätze am Balkan, um zwischen den Großmächten seine eigene Position zu stärken.

Ein Aufstand der türkischen Armenier in den Jahren 1894/96 führte zu blutigen Massakern unter den Armeniern, die vergeblich auf die Unterstützung der Großmächte hofften. Außer einem „Memorandum zur armenischen Frage“ (11. 5. 1895), das sich ausdrücklich auf Art 61 des Berliner Vertrages berief und sofortige Reformen forderte, fanden die verfolgten Armenier keine Unterstützung. Die vom Sultan in der Folge gewährleisteten Garantien für die Armenier90 führte in der Praxis zu noch stärkeren Ausschreitungen und Massakern gegen die Armenier.

Für beide Aspekte der nationalen Selbstbestimmung finden sich Beispiele in der Völkerrechtsentwicklung des 19. Jahrhunderts. 2. Selbstbestimmung als nationale Autonomie Selbstbestimmung als interne Autonomie eines (unter fremder Souveränität stehenden) Volkes wurde zum ersten Mal völkerrechtlich zugunsten der Polen in Art 1 Abs 2 der Schlussakte des Wiener Kongresses (1815) formuliert: Les Polonois, sujets respectifs de la Russie, de l’Autriche et de la Prusse, obtiendront une représentation et des institutions nationales, réglées d’après le mode d’existence politique que chacun des gouvernemens auxquels ils appartiennent jugera utile et convenable de leur accorder.

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